Diese Woche: Köln

Und schon wieder war ich das Wochenende über unterwegs. Diesmal hat es mich nach Köln verschlagen, wo ich einen Schulfreund besucht habe. Die Stadt an sich schien mir keine besondere Schönheit zu sein, aber das geht einem im Winter, bei regnerischem und windigem Wetter ja mit den meisten Städten so. Trotzdem hatte ich unglaublich viel Spaß, ich glaube ich habe schon ewig nicht mehr so viel gelacht, wie an diesem Wochenende. Mal wieder hat die Zeit nicht gereicht sich wirkliche Orientierung zu verschaffen, aber mit in Köln wohnhafter Begleitung bekommt man dann doch einen ganz guten Überblick.

Erstes mal in Köln … logisch, da muss das Standardprogramm her: Dom, durch die Fußgängerzone schlendern, Kranhäuser und so weiter. Natürlich wollte ich auch tolle vegane Adressen entdecken, aber das ist oft gar nicht mal so leicht, wenn die Freunde sich selbst gar nicht dafür interessieren. Ich selbst hatte mich leider auch überhaupt nicht informiert wo ich als Veganerin in Köln unbedingt hin müsste. Meist sind ja doch die Sachen denen man zufällig über den Weg läuft die bessere Wahl, deshalb wollte ich einfach mal schauen was mir so begegnet. Als wir allerdings morgens ein Frühstückscafé suchten und nach dem gefühlt zehnten noch nicht einmal eines gefunden hatten, das Sojamilch anbietet, bin ich dann doch fast verzweifelt. Man fühlt sich ja dann doch ein kleines bisschen schlecht, wenn Freunde ewig auf ihr Frühstück warten müssen, weil man mit nichts zufrieden ist ;). Zum Glück wurden aber keine Schnuten gezogen, sondern mir im Gegenteil großes Verständnis entgegengebracht.

Und siehe da: wir haben eine hervorragendes Café zum frühstücken gefunden: das französische „epi“, Bäckerei und Café. Dort ist zwar nichts offensichtlich vegan deklariert, aber es wird pflanzliche Milch angeboten und die Bedienung konnte mir sehr genau erklären, was wo enthalten ist, anders als das in den meisten Bäckereien (vor allem Ketten) der Fall ist. Die Auswahl war begranzt aber definitiv genug für ein französisches Frühstück. Ich habe einen sehr guten Cappucino bekommen, ein Brötchen (verschiedene stehen zur Auswahl) mit Marmelade und eine leckere Früchtestange. Mehr braucht es gar nicht zu einem gelungenen Frühstück.

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Cappucino, Brötchen und Früchtestange im „epi“

Die Atmosphäre war zudem schön und die Bedienung nett, wenn ich wieder mal in der Nähe bin werde ich auf jeden Fall wieder ins „epi“ gehen. Vor allem, dass die Mitarbeiter so gut über jegliche Inhaltsstoffe Bescheid wussten hat mich wirklich überzeugt.

Später erst habe ich dann herausgefunden, dass es gleich mehrere epi-Filialen in Köln, Bonn, Münster und Düsseldorf gibt.

Am Nachmittag sind wir dann noch auf das „Törtchen Törtchen“ gestoßen. Dort konnten wir gerade noch so einen Platz für zwei ergattern und das auch nur für eine halbe Stunde, dann mussten wir den Tisch schon wieder räumen, für Leute, die reserviert hatten. Diese Beliebtheit des Törtchen Törtchens ist nicht übertrieben. Man vertseht sofort wenn man das Cafe´betritt, warum sich Leute hier so gerne aufhalten. Die Einrichtung ist süß, der Kaffee lecker und der Raum an sich macht einfach was her. Die pinke Farbe des Törtchen Törtchens beißt sich hier keinsefalls mit der Rohheit des Raumes, in dem fette Rohre an der decke hängen und an einer Ecke die Backsteine der Wand zu erkennen sind, sondern bildet viel eher einen willkommenen Kontrast. Zu essen konnte ich hier leider nichts veganes finden, aber der Kaffee war wie gesagt sehr gut und es werden auch ein paar andere tolle Getränke angeboten.

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„mehr als nur Kaffee“ gibt´s im Törtchen Törtchen…

…unter anderem bekommt ihr nämlich auch heißen, frisch gepressten Orangensaft mit Ingwer und Minze, einen Matcha Latte, heiße Schokolade mit einem Schuss Chilisirup und ähnlich ausgefallene Getränke. Es lohnt sich also auf alle Fälle mal im Törtchen Törtchen vorbei zu schauen. Auch in diesem Fall gibt es gleich drei Filialen, dann ist hoffentlich mindestens in einer ein Platz zu ergattern 😉

Abends haben wir uns selbst gekocht: einmal ein typisches Curry mit Reis (völlig unkompliziert und auf den zwei alten Herdplatten einer Studentenbude machbar) und einmal haben wir vegane Bolognese von „veggie life“ probiert (ich weiß was ihr jetzt denkt 😀 aber ich wzinge meine Freunde nicht dazu Fleischersatzprodukte zu essen 😉 er wollte das ganz von sich aus probieren!) Das Ergebnis war mäßig. Die Zubereitung geht zwar schnell und die Bolognese ist mal eine willkommene Abwechslung zur ewigen Tomatensoße oder Pesto aber nur ab und zu. Jeden Tag will man sie jetzt nicht unbedingt essen. Entsprechend sieht sie auch aus. IMG_3460

 

Nach zwei kurzen Tagen war mein Besuch viel zu schnell schon wieder vorbei und, nachdem mich endlich eine Bahn ohne Wagenschaden zum Bahnhof befördert hatte (was ist nur mit den Bahnen in Köln los?? – ich hab noch nie so unzuverlässige Straßen- und U-Bahn-Verbindungen erlebt!!), habe ich meine Rückreise in den sonnigen Süden angetreten 🙂

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